Mona Rabofsky PDF Drucken E-Mail

Zu meinen ersten Tanzlehrern zählen, so behaupte ich schmunzelnd, Fred Astaire, Ginger Rogers und Gene Kelly. Für den Unterricht genügten die 2 Quadratmeter zwischen Sofa, Couchtisch, Bügelbrett und Fernseher im Wohnzimmer des Liezener Elternhauses.

Gespannt erwartete ich die Tanzszenen in ihren Filmen und nutzte die Sequenzen dazwischen dafür, das Gesehene umzusetzen ohne dabei den Korb frisch gewaschener Wäsche umzutreten.

 In meiner weiteren tänzerischen Laufbahn spielte die Körperarbeit eine wesentliche Rolle – ursprünglich ging es vor allem darum, die körperlichen Voraussetzungen zu entwickeln, die mir das Tanzen überhaupt erst ermöglichten. So habe ich tiefere Einblicke in verschiedene Formen der physikalischen Therapie, Myoreflex, oder Rolfing Movement bekommen und befasse mich weiters mit Techniken wie Gyrotonic oder Qi Gong, die ganz wesentlich auch für meine tänzerische Weiterentwicklung ausschlaggebend waren.

Auf diese Weise konnte ich das „Instrument Körper“ hinsichtlich Funktionalität und deren anatomischen Grundlagen eingehend studieren – ein Aspekt des Tanzens, der für mich mit der Steigerung des Levels immer wesentlicher wird.

Seitdem ich in Wien lebe, kann ich endlich das umfassende Angebot der Großstadt auskosten – so bin ich zum Beispiel leidenschaftliche ImpulsTanz-Workshopteilnehmerin, wo ich meine Affinität zum Zeitgenössischen Tanz ausleben kann;

Seit Februar 2009 bin ich dem Tango Nuevo verfallen, an dem mich nicht nur der tänzerische Ausdruck, sondern auch das Konzept von Führen und Folgen - oder besser gesagt: Vorschlagen und Interpretieren - fasziniert.

Ihm dort in die Arme gelaufen, bin ich Werner schließlich auch in die Welt des Lindy-Hop und Balboa gefolgt –nicht ahnend, dass auch in diesen beiden Tänzen die gemeinsame Improvisation ganz wesentlicher Bestandteil ist.

 

Pädagogische Ausbildungen, die zum Beispiel die Methodik der Rhythmisch-musikalischen Erziehung oder die Weitergabe komplexer Bewegungsabläufe wie zum Beispiel jene des Schifahrens beinhalten, helfen mir dabei, meine tänzerischen Erkenntnisse didaktisch lustvoll vermitteln zu können.