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Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen.

Meine (aus Bratislava stammende) Mutter hatte die Musik im Blut – immer, wenn im
Radio ein Walzer spielte, schob sie mit ihrem (dicken) Bauch die Wohnzimmermöbel 
beiseite und dann durften die Kinder mit ihr tanzen. Zugleich steppte die
schauspielernde   große Schwester im Vorzimmer, die andere Schwester probte für den
Chor und der   Sängerknaben-Bruder imitierte im Kabinett Dean Martin – der Weg war

also irgendwie   schon vorgezeichnet…

Schon mit 15 besuchte ich eine Tanzschule in Wien, bald wurden aus einem Kurstag die
Woche fünf – und am Wochenende wurde frei getanzt. Nebenbei gab es für mich
wundervolle Ausflüge ins Ballett, den Jazztanz, nicht einmal Bauchtanz und Flamenco konnten mich abschrecken.

 

Den Lindy Hop durfte ich bei Benjamino Cantonati erlernen, für mich noch immer einer der Besten „Lindy Hopper“ in Österreich. Eine Freundin hatte mich mitgenommen „nur einmal zuschauen…“ – ich habe unbegeistert eingewilligt, schließlich waren mir die Leute mit ihren zweifärbigen Schuhen immer schon suspekt gewesen; nach dem ersten Training bin ich dem Lindy aber bereits für immer verfallen, eine Woche später hatte ich mein erstes Paar zweifärbige Schuhe (tja!) und nun  tanze ich seither auch schon wieder fünfzehn Jahre intensiv Lindy Hop.

Ich besuche jedes Jahr internationale Workshops (für mich die schönste Art, Urlaub zu machen), auch Train-The-Trainer Seminare für Tanz.

Lindy Hop unterrichte ich seit mehr als 11 Jahren, insgesamt durfte ich bisher etwa 1.500 Menschen diesen wundervollen, spaßigen Tanz beibringen, darunter auch TanzlehrerInnen für Gesellschaftstänze und Tango-TrainerInnen.
Höhepunkte waren für mich unter anderem ein Interview für Ö1 zum Thema "Swing", ein Beitrag mit Mona und unseren SchülerInnen für ORF heute und der Unterricht an der Mitarbeiter-Akadamie der Universität für Angewandte Kunst und Musik.

Seit mehr als 9 Jahren unterrichte ich auch den eleganten, schnellen „Bruder“ von Lindy Hop, den Balboa (ebenfalls ein Tanz aus den 30ern).

Ich habe einige Zeit in der Showgruppe von „Some like it hot“ als Tänzer mitgewirkt, aber auch andere Paare bei der Erarbeitung von Choreographien unterstützt und bin, hauptsächlich mit Mona, mehrfach tänzerisch mit Swing-Tänzen aufgetreten.

 

Es ist mir wichtig, Anregungen für den Unterricht und auch für meinen eigenen Tanz aus vielen Ecken zu holen – so tanze ich auch Tango Argentino und arbeite – als promovierter Psychologe und Coach - mit einer Tanz-Therapeutin zusammen. Tanz hat viele gesundheitliche Aspekte, ich bilde mich intensiv in vielen Gebieten der Körperarbeit weiter (Impulstanz-Workshops, Qi Gong, ...) und nutze dabei meine Kenntnisse als Gesundheitsmanager bei einem der größten Unternehmen Österreichs.

Seit 2016 bin ich diplomierter Tanzpädagoge (AGB), seit April 2017 Bewegungspädagoge in der Lehrweise des Chladek-Systems (4jährige Ausbildung an der IGRC), seit Oktober 2015 tanze ich mit viel Freude bei den PionierInnen mit.

 

Ich kann mich nie entscheiden, ob ich lieber selbst tanze oder Andere unterrichte: das Gefühl, wenn ich Menschen unterrichte die noch nie einen Tanzschritt getätigt haben, dann, nach wenigen Stunden mit glücklichen Gesichtern „swingen“ zu sehen, ist für mich fast unbeschreiblich schön.

 

Mein Ziel für einen gelungenen Kurstag ist:

 

Wenn ich Euch nur einen Teil der Freude vermitteln kann, den mir dieser Tanz macht habe ich schon gewonnen.

Keep Swinging, Euer Werner

 

 

 

Solo- und Gruppen Bewegungsgestaltungen

  • Im Rahmen der Chladek-Ausbildung
    • 2014 Raumwege, Solo
    • 2014 Musikrealisation, Solo
    • 2014 Skulptur, Solo
    • 2015 Harlem Nocturne. Swing-Solo, mit Chladek-Elementen interpretiert
    • 2015 Body Percussion, Solo
    • 2016 Strikte Selbstentwicklung. Solo mit selbst komponierter/eingespielter Musik und Foto-Installation als Reflexion der vierjährigen Ausbildung

     

  • Mit der Tanztruppe PionierInnen
    • 2015 three songs of freedom: Performance, salon emmer 5
    • 2016 Rauschen: Gruppen- und Soloperformance, Wiener Prater
    • 2017 Sculpere: Gruppen-Performance mit den PionierInnen im Kurpark Oberlaa, Wien

     

  • Gast
    • 2015 FC Bergman 300el x 50 el x 30 el: Tanz-Quartier Wien (TQW)
    • 2010 BIENVENIDO: Flamenco-Theater, mit einem Balboa-Duett: Theater Forum Schwechat
    • 2017 Tänzer im Rahmen einer Choreographie von Catherine Guerin, 3. Bayrische Biennale Choreographie, Regensburg

     

  • Künstlerische Zusammenarbeit
    • 2016 Sitzen: Kooperation mit der Wiener Filmschaffenden Mona Rabofsky (genauere Darstellung, siehe unten), Wien
    • 2012 Isarsprudel: Foto-Dokumentation einer Aktion von Mona Rabofsky, München
    • 2016 Vocal Naps: Foto-Dokumentation von Vocal Naps vor dem 21er-Haus und bei Raw Matters im Schikaneder-Kino, beides Wien (Details siehe Link, unten)
    • 2016 Mitwirkung an Film von Alexander Pachon im Rahmen von dotdotdot, Volkskundemuseum Wien
  • Choreographie
    • 2017 Raumwege: Choreographie und Aufführung einer Gruppenperformance bei Raw Matters im Schikaneder-Kino, Wien
  • Sonstiges
    • 2016 Klangmuster - Raumwege: Lecture Performance am Symposium der Gesellschaft für Tanzforschung (GFT), Salzburg
  • In Arbeit/Planung
    • 2017 (Titel?): Gruppen-Performance mit den PionierInnen im Rahmen der NÖ Landesausstellung, Schloss Pöggstall, NÖ

 

 

Vocal Naps - Blog

http://vocalnaps.blogspot.co.at/

 

SITZEN - Projektskizze

Das Projekt fand seinen Anstoß aus der permanenten Ausstellung SITZEN im Wiener Museum angewandter Kunst (MAK), in deren Rahmen nicht nur hunderte Sitzgelegenheiten verschiedener Epochen ausgestellt sind, sondern auch ein Schaubild mit Auszügen der mehr als 1.000(!) Zeichnungen von Sitz-Positionen aus aller Welt des US-Amerikanischen Ethnologen Gordon W. Hewse, die dieser im Jahr 1957 unter dem Titel The Anthropology of Posture im Scientific American Magazine veröffentlichte.

 

Aus: G.W. Hewse, The Anthopology of Posture, Scientific American Magazine (1957)

Im MAK findet sich zur besagten Schautafel ein Kommentar des Kustoden der MAK-Sammlung Möbel und Holzarbeiten, Sebastian Hackenschmidt, in dem dieser auf Folgendes verweist (Zitat): „Setzen bitte! Zu sehen ist hier eine Zusamenstellung von Sitzhaltungen“…“Artig Sitzen ist in der europäischen Kultur von Kind an ein Gebot für gutes Benehmen, wohingegen wir auf alles „herabsehen“, was außerhalb unserer Regeln liegt – oder sitzt!“

Diesen Text und die Zeichnungen von Hewse nahmen der Wiener Tänzer Werner Chromecek und die Medienkünstlerin und Europäische Ethnologin Mona Rabofsky zum Anlass einer tänzerischen/filmischen Übertragung:
In einer ersten Anwendung sollten die Sitzpositionen vom „alten“ Medium Zeichnung in das „neue“ Medium (Video-)Film transportiert werden.
In diesem ersten Film fand die kritisch-zynisch intendierte “Adaptierung“ neben der Technisierung unter anderem insofern statt, als der Lendenschurz/das einfache Wickelkleid der Gezeichneten durch das typische Business-Outfit Nadelsteifanzug samt Business-Hemd und Manschetten-Knöpfe ersetzt wurde; die Füße nur mit Socken bekleidet.

„Going Native“ im Wohnzimmer.

Den Boden hat der Tänzer verlassen – er stammt aus und lebt sorgenfrei in Wien – und sitzt dementsprechend auf einem schicken roten Sofa (®IKEA); seine Sitz-Positionen nimmt er ein, nachdem er den Laptop hochgefahren hat.

 

Filmstills SITZEN

 

Werner Chromecek/Tanz, Konzept

Mona Rabofsky/Film
www.monarabofsky.com